Kinderhaus Alte Schule e.V. Achim-Embsen

Die Vereins-Chronik

9. Februar 1981

  • Es trafen sich ca. 30 Embser Eltern unter der Leitung vom damaligen Bürgermeister um eine Mutter- Kind - Gruppe zu gründen. Angedacht war eine Art Spielkreis auf privater Basis. Ergebnis des Abends war, dass sich von nun an ca. 24 Kinder von einem Jahr bis zur Kindergartenreife 2x wöchentlich trafen.
  • Es wurde ein Antrag an die Stadt gestellt um im damaligen Bürgerhaus ( alte Schule ) die Räumlichkeiten nutzen zu können. Der Bedarf eines Spielkreises wurde durch die große Resonanz bestätigt. Spielzeug und benötigte Materialien wurden von der Bevölkerung gestiftet oder auf privater Basis angeschafft.
  • Mit der Zeit machten sich die Initiatoren Gedanken, wie die Spielkreiskinder in einen örtlichen Kindergarten eingegliedert werden könnte. Embsen wurde nicht, durch die Gebietsreform mit einem Kindergarten bedacht, obwohl die vorhandenen Räumlichkeiten der alten Embser Schule nicht ausgenutzt wurden. Zeitgleich konnte man der Presse entnehmen, das die Stadt den Kindergarten Achim - Nord mit erheblichem Kostenaufwand erweitern. Diesen sollten auch die Embser und Borsteler Kinder besuchen. Die Initiatoren stellten einen Kostenplan auf der 50% unter vergleichbaren städtischen Kindergärten lag. Dies motivierte die Eltern offiziell mit der Stadt zu verhandeln.

März 1982

  • Die Pläne wurden der Presse vorgestellt. Eine Elterngruppe wurde beauftragt mit der Stadtverwaltung und den Fraktionen Gespräche zu führen.

16. April 1982

  • Der gemeinnützige Verein " Kinderhaus Alte Schule e.V. wurde gegründet.
  • In den folgenden Monaten folgten schwere Verhandlungen mit der Stadt und anderen Interessengruppen wegen finanzieller Unterstützung und Nutzung der alten Schule.
  • An einem Kindergarten war vorerst nicht zu denken aber ein Spielkreis konnte jedoch sofort eingerichtet werden. Das war für den Verein aber nur eine Übergangslösung. Für fünf Vormittage wurden die Räumlichkeiten angemietet außerdem versprach das Arbeitsamt über ABM -Mittel eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin für max. zwei Jahre zu finanzieren.

28. April 1983

  • Ein Schock erhielten die Mitglieder, als die damalige Vorsitzende bekannt geben musste das die beantragten ABM - Stellen abgelehnt wurden. Alle Mitglieder waren sich einig, das man nach all dem unermüdlichen Einsatz - umfangreiche Renovierung und beschaffen der erforderlichen Einrichtung, die zur Auflage gemacht wurden - nicht aufgeben wollte sondern für die Einrichtung des Kindergartens kämpfen wollte. Um Unterstützung zu erhalten startete der Verein einen Spendenaufruf und eine Unterschriftensammlung. Sogar das Regionalfernsehen berichtete über die Problematik.

2. Mai 1983

  • Mit gemischten Gefühlen aber voller Stolz und Hoffnung startete der Spielkreisbetrieb. Die beiden Fachkräfte hatten sich den Eltern solidarisch erklärt und es wurde mit ihnen ein zwei Monats Vertrag abgeschlossen. Durch die laufenden Kosten war der Verein in eine finanziell schlechte Lage geraten. Die Stadt wurde immer wieder um Stundung bzw. Erlass der Miete gebeten aber ohne Erfolg. So wurde schon damals zum Adventsbasar eingeladen um die finanzielle Situation aufzubessern.

1. Januar 1984

  • In den kommenden Monaten stellte der Verein immer wieder Anträge an die Stadt um eine Anerkennung wie die städtischen Kindergärten zu erhalten und somit auch das Recht auf Bezuschussung. Am 1. Januar war es denn soweit - die Stadt konnte überzeugt werden und zahlte erstmalig einen Zuschuss pro Kind.

1. August 1988

  • Der Spielkreis wurde von der Bezirksregierung Lüneburg als Kindergarten mit 22 Plätzen anerkannt. Um eine Auslastung zu gewährleisten, wurden auch Kinder aus anderen Achimer Stadtteilen aufgenommen. Die Zahl der Mitglieder stieg stetig und der Verein konnte sich aufgrund der Beiträge und Zuschüsse ein finanzielles Polster zulegen. Davon wurden neue Außenspielgeräte, kindergerechtes Mobiliar und pädagogisch sinnvolles Spielzeug angeschafft. Die Räumlichkeiten wurden auch renoviert. Der Verein konnte nach wie vor nicht auf das Engagement und Eigeninitiative der Eltern verzichten. Der schon traditionelle Weihnachtsbasar und das Sommerfest waren zu einer festen Institution geworden , dieses war auch notwendig, um den Kindergartenbetrieb finanziell zu unterstützen.

1. August 1995

  • Aufgrund einer Gesetzesänderung, wonach alle dreijährigen Kinder Anspruch auf einen Kindergartenplatz erhielten, bat die Stadt Achim den Verein zusätzlich zweimal wöchentlich nachmittags einen Spielkreis einzurichten. Der Spielkreisversuch lief mit 15 Kindern an - davon kam die hälfe nicht aus Embsen.
  • Im Herbst 1996 wurde eine Satzungsänderung vorgenommen sowie ein neuer Vertrag mit der Stadt Achim abgeschlossen. Für die vom Kinderhaus bereitgestellten 22 Kindergarten- und 15 Spielkreisplätze garantierte die Stadt dem Verein fest vereinbarte Zuschüsse.

1. August 2000

  • Unsere Erzieher erhalten pädagogische Fachberatung. Die Kosten hierfür trägt die Stadt Achim.

15. Juni 2002

Mit etwas Verspätung konnte das 20-Jährige Vereinsjubiläum ausgiebig bei einer Grillparty gefeiert werden.

August 2003

  • Das Kinderhaus erhält für weitere 5 Jahre das Nutzungsrecht für die Räume . Wiederholte Anfragen bezüglich der Nutzung zusätzlicher Räumlichkeiten im Hause sind bisher ohne Erfolg.

August 2005

  • Die Nachfrage nach Betreuung von unter 3 jährigen Kindern steigt. Der Verein hat bei der Stadt sowie bei der Bezirksregierung Hannover einen Antrag auf Genehmigung der Betreuung von 2 jährigen Kindern gestellt. Nach Vorstellung unseres Projektes und der Zustimmung durch den Sozialausschuss sind wir die erste Achimer Einrichtung die 2 jährige Kinder betreuen darf.

April 2006

  • Die Freude ist groß, denn dem Verein werden weitere Räumlichkeiten in dem angemieteten Haus in Aussicht gestellt. Das war die Nachricht auf die all die Jahre hin gearbeitet wurde.

16. April 2007

  • Der Verein Kinderhaus Alte Schule e.V. wird 25 Jahre alt!
    Am 21. April 2007 wurde dieses Fest mit vielen Ehemaligen , Gönnern, Freunden, Erziehern, Eltern und selbstverständlich den Kindern gefeiert. Außerdem wurde die Gelegenheit genutzt unsere inzwischen fertiggestellten " neuen Räume " für den Kindergartenbetrieb frei zu geben. So erhielten die Kinder einen 2 Gruppenraum sowie einen Toberaum.

Die Schwierigkeiten der Anfangsjahre gehören der Vergangenheit an. Der Kindergartenbetrieb läuft " rund". In den letzten Jahren beschäftigte sich der Verein in erster Linie mit der Ausrichtung der Veranstaltungen; Renovierungsmaßnahmen sowie mit allerlei behördlichen Dingen. Die Auflagen für den Kindergartenbetrieb sowie für unsere Veranstaltungen und die damit verbundenen Aufgaben werden immer umfangreicher. Auch in Zukunft wird der Verein mit viel Engagement versuchen den Kindergarten in Embsen zu erhalten. Innovativ und attraktiv zu bleiben - den immer größer werdenden Bewegungsdrang unserer Kinder gerecht zu werden und weiterhin gemeinnützige Ziele verfolgen z. B. mittels unserer Veranstaltungen und somit die Dorfgemeinschaft in Embsen zu erhalten und zu fördern. Der Verein sagt allen die zum entstehen und erhalt des Kinderhauses beigetragen haben und noch beitragen werden

DANKE